Donnerstag, 4. Juni 2009

Das Weltentor

Mit der wirklich wunderbaren Unterstützung einer Reihe von sehr lieben Freunden und Kollegen kann ich Euch hier einmal meinen ersten Musikvideoversuch zeigen. Das Lied von Anfa ist sicherlich weit bekannt, allerdings hatte ich bisher mit den oft auch sehr schönen anderen Versionen immer ein bischen das Problem, dass der 4er Takt mir eigentlich zu dynamisch für die getragene Stimmung des Liedes vorkam die der Text eigentlich vermittelt. Ich weiß nicht, welche Taktung das Lied im Original hat, ich schätze jedoch eine ungerade Taktung, weil man dann mit dem Text auch viel besser hin kommt. Aus den eben genannten Gründen habe ich das Lied in einem 3/8 Takt gesungen. Hier noch zum Mitsingen der wunderschöne Text von Anfa (wobei auch der mir schon in verschiedenen Versionen unter gekommen ist und ich auch hier nicht weiß, welche das original ist, habe die ausgewählt, die mir am besten gefiel):

Ich fühl' sie schon seit der Dämmerung
der Wald ist so still und du weißt nicht warum
der Nebel liegt schwer auf der dunklen See
dort warten drei Drachen, kannst du sie seh'n?

Refr:
Das Weltentor steht offen heut Nacht
sie kommen mich holen mit der Drachenmacht
Ich sage Heimkehr und du nennst es Tod
es sei wie es sei, denn ich bin bald fort

Durch das Tor siehst du die Steppe der Nacht
wo Feen tanzen bis der Morgen erwacht
wo Wölfe heulen unter blutrotem Mond
und niemand recht weiss, was in dem Sümpfen wohnt

Geflügelte Brüder nehmt mich mit
niemals mehr will ich hierher zurück
Ich hab schon fast nicht mehr an euch geglaubt
denn hier haben sie mir meine Träume geraubt

Ref

Ich seh eine Träne auf deinem Gesicht
sag mir freust du dich denn gar nicht für mich?
Dieses ist deine Welt drum bleibst du hier,
denn das ist das Schicksal von Wesen wie dir

Denn meine Art kann euch doch nicht lieben
wenn wir darauf warten nach Hause zu fliegen
Die Drachen warten schnaubend im Licht
ich muss jetzt geh'n, doch ich denke an dich.

Refr
.... denn jetzt bin ich fort


Donnerstag, 16. April 2009

Wachteln auf dem Rosenbett


Bild: pixelio.de/Maren Beßler

Heute sind mir zum ersten mal die Knospen an meinem Rosenstrauch aufgefallen. Dieser Rosenstrauch ist wunderbar. Im letzen Jahr hat er mir die letzen Rosen sogar noch im Dezember geschenkt und es sah besonders schön aus sie mit einer leichten schicht kristallinen Eises überzogen zu sehen. Und nun, nach seiner Zeit des Ruhens erwacht er wieder zu neuem Leben und schenkt dem Lebendigen einen Großteil seiner Liebe und Anerkennung. Als ich heute die noch sehr festen Knospen untersucht habe, fiel mir eine Szene aus dem schönen Film "bittersüße Schokolade" ein. Ein junger Mann heiratet die Schwester seiner eigentlichen Geliebten um ihr nahe zu sein, denn sie darf nicht heiraten, weil sie ihre Mutter bis zu ihrem Tode pflegen muss. Seine Geliebte ist jedoch eine Meisterköchin und ist zuständig für die Zubereitung der Speisen in der Familie. Eines Tages schenkt ihr Geliebter ihr Rosen. Ihre Mutter und Schwester sind darüber erbost und sie fahren sie an die Rosen weg zu werfen. Stattdessen kocht sie daraus jedoch Wachteln auf dem Rosenbett. Beim Essen wird jedem der davon ist die unterdrückte Leidenschaft der unglücklichen Liebenden zu Teil. Ich habe ein Rezept gefunden, welches dem im Film gezeigten vielleicht nahe kommt. Aber wie die Meisterköchin schon sagt: das Geheimnis guter Speisen besteht darin, dass sie mit viel Liebe gekocht werden.

Wachteln auf dem Rosenbett

Du brauchst 6 Wachteln. Diesen bindest du mit einem Bindfaden die Flügel und Füße so am Körper fest, dass sie beim Braten nicht abstehen können, wenn sich die Haut durch den Wasserverlust zusammen zieht. Reibe die Wachteln sorgfältig mit Pfeffer und Salz ein und brate sie in Butterschmalz an (hebe nach dem Braten die Pfanne so auf wie sie ist). Zupfe von 12 roten Rosen (in Gärtnereien und Blumenläden nach ungespritzen Rosen fragen oder aus dem eigenen Garten verwenden) die Blätter ab und gebe sie mit 2 TL Anis in einen Mörser wo du sie geduldig zu einer Paste verreibst. Röste 12 Esskastanien in einer beschichteten Pfanne (gebe kein Öl oder der gleichen hinzu). Danach kochst du sie in ausreichend Wasser bis sie weich werden und pürrierst sie anschließend. Hacke nun 2 Knoblauchzehen und dünste sie in der Pfanne mit dem Butterschmalz (wo du schon die Wachteln gebraten hast) goldbraun an. Zu dem Knoblauch gibst du nun das Kastanienmus, die zermahlenen Rosenblätter, 2 EL Honig und das gehackte Fleisch 1 Zitrone mit Saft hinzu. Ein wenig mit Salz abschmecken. Wenn die Sauce zu flüssig ist, kannst du sie mit 1 bis 2 TL Maisstärke eindicken. Danach gibst du die Sauce durch ein Sieb und schmeckst sie mit 1 bis 2 Tropfen Rosenwasser (nicht mehr!) ab. Wahlweise geht auch 1 TL Rosenmarmelade. Dann legst du die Wachteln für 5Minuten in die Sauce, drehst sie dann um und lässt sie noch einmal 5 Minuten ziehen (nicht länger!).
Zu den Wachteln kannst du Weißbrot oder Kartoffeln reichen oder andere Dinge die den feinen Geschmack der Wachteln nicht stören. Ein sinnliches Eßerlebnis und einen wunderbaren Frühling wünsche ich dir.

Lieber Gruß
Mariamne
Bewohnerin der Wälder

Dienstag, 2. Dezember 2008

der Duft des Rosmarins

Bild: pixeli0.de/urulaia
























Bedeutung
und Mythos

"Traget diesen ros-marinus als ein Zeichen eurer Weisheit, Liebe und Loyalität, doch nicht allein in euren Händen, ebenso in Köpfen und Herzen." (A Marriage Present, Roger Hacket, 1607)

Rosmarin war als immergrüne, stark duftende Pflanze dem Mysterium von Leben und Tod geweiht. Als Zeichen für die Wiederkehr des Vergangenen, als Zeichen ewig währender Treue und Loyalität wurde der Rosmarin schon seit der Antike vielfach besungen, gerühmt und verwendet. Ros-marinus das bedeutet: Tau, der zum Meer gehört. Viele alte Sagen berichten davon wie die Seefahrer des Mittelmeeres das Land am Geruch bemerkten, bevor sie es überhaupt sehen konnten. Der Wind trug den Seefahrern des Mittelmeers den Duft des Rosmarins entgegen der dort an den Ufern auf den Felsen im Überfluss wuchs.

Ein weiterer alter Name für den Rosmarin ist Gedenkemein und Hochzeitskraut. Durch den belebenden Duft galt Rosmarin als Heilkraut zur Stärkung der Gedächtnisleistung. Damit zusammen hängt sicherlich auch sein Gebrauch als Symbol für das Treue Gedenken an die eigenen Liebe und eheliche Treue. Bei Shakespeare heißt es im Hamlet: "...da ist Rosmarin, das ist zur Erinnerung, ich fleh' euch an, liebes Herz, gedenket mein."
Rosmarin ist im Mittelalter inhalt vieler Barden und Troubardourlieder zum Gedenken an unwandelbare Treue und ergeben Hingabe:

"Are you going to scarbourough fair,
paisly, sage, rosmary and thyme...."

In der Antike wurde den Menschen der Rosmarin von Apollon, wahlweise auch von Aphrodite geschenkt. Statuen und Götterbilder wurden mit seinen Zweigen bevorzugt geschmückt. Schüler und Studenten der philosophenschulen pflegten sich Rosmarinzweige in die Haare zu flechten. In Verbindung mit seiner Bedeutung für anhaltende Liebe, war er auch ein Fruchtbarkeitssymbol, welches bei Hochzeitsfeiern Verwendung fand. In Spanien und Italien war der Brauch bekannt, dass Rosmarin vor unerwünschten Zaubern schützt sofern man ihn am Körper trug (ein Grund warum man manchmal auch Kindern kleine Beutelchen mit Rosmarin um den Hals hängte). Unter das Bett oder das Kopfkissen gestreut hingegen, sollte er vor Albträumen schützen. Im Volksmund hieß es weiterhin, dass dort wo Rosmarin im Garten blüht, die Frau das Zepter im Haus in der Hand hält, und dass vermeintliche Pantoffelhelden gelegentlich dazu neigten, die Pflanzen im Garten zu beschädigen um nicht verspottet zu werden.

Gesundheit

Die Hauptwirkstoffe des Rosmarins sind ätherische Öle, Gerbstoffe, Harze und Kampfer. Er stimmuliert das Nevensystem und zählt zu den trockenen und warmen Pflanzen. Als solche hilft er immer dann wenn der Körper kalt und träge ist und somit einer Aufmunterung bedarf. Er kann angewendet werden bei Depressionen, Trägheit, Gedächtnisschwierigkeiten. Er fördert die Durchblutung des Gehirns und ist eine echte Alternative als Stimulanz jenseits von Koffein.

Rosmarin stärkt das Herz und lässt es kräftiger schlagen. Somit hat er positive Wirkung auf den gesamten Kreislauf. Besonders zu empfehlen ist er Menschen die ständig kalte Füße haben, an Durchblutunsstörungen oder aber zu niedrigem Blutdruck leiden. Er fördert auch die Verdauung und macht schwere Braten leichter verdaulich. Ebenso hilft er bei Koliken und Völlegefühl

Tee gegen Arteriosklerose

Mische je einen Teelöffel Rosmarin, Lavendel, Minze und Schafgarbe und gieße alles mit kochend heißem Wasser auf. 5 Minuten ziehen lassen. Verwende diesen Tee kurmäßig über vier Wochen zwei mal Täglich vor den Mahlzeiten.

Gefühle

Der Genuss von Rosmarin als Duft oder als Lebensmittel verscheucht schwere Gedanken, Eifersucht (Belastung durch Besitzdenken). Ebenso wie die Mittagssonne (Rosmarin ist ein Sonnenkraut) öffnet er das Herz und steigert die Bereitschaft los zu lassen. Er ist daher besonders Menschen zu empfehlen denen es schwer fällt zu verzeihen, sei es, weil ihnen ungeheuerliches angetan wurde, oder weil sie selbst das Leid nicht loslassen können, weil sie es noch für irgendetwas brauchen. In der Hinsicht hilft es bei enttäuschter oder betrogener Liebe.

Menschen mit hohen Idealen und Ansprüchen an sich selbst, die immer wieder erleben, dass sie eben an diesen Scheitern, kann Rosmarin helfen den Schutzwall den diese Menschen um ihr Herz bauen durchlässig zu machen und somit der eigenen Verbitterung und Abstumpfung entgegen zu wirken. Da Rosmarin aber auch ausgleichend ist, hilft er im Gegenzug Menschen die ZU offenherzig sind und damit immer wieder an "die Falschen" Leute geraten, die ihnen die Kräfte auszusaugen pflegen. Hier stärkt der Rosmarin das Bewußtsein für den eigenen Wert, so dass die Kräfte augleichender auch für die eigene Stablilisierung verwendet werden, anstatt sich selbst einfach ausbrennen zu lassen.

Rosmarinbad wenn du neuer innerer Stärke bedarfst

Gebe in einen Papierteefilter für losen Tee drei Esslöffel Rosmarinnadeln und hänge ihn in das einlaufende Badewasser (z.B. mit einer Schnur oben zusammen binden). Gebe noch drei Tropfen ätherisches Rosmarinöl dazu. Das Bad sollte nicht zu heiß sein und nicht länger als 20 Minuten dauern. Danach nicht abtrocknen sondern nur das Wasser abstreifen. Verwende ein Massageöl, dass du zuvor mit 120 ml Sonnenblumenöl und 50 Tropfen ätherisches Rosmarinöl hergestellt hast. Erwärme das Öl ein wenig. Massiere dann von den Extremitäten zum Herzen hin (also: Füße, Beine, Becken, Hände, Arme, Schultern, Kopf, Nacken, Bauch, Rumpf). Danach wickle dich in eine Decke und gehe schlafen (trinke vorher noch ein Glas Wasser). Wenn du am nächsten Morgen erwachst wirst du die neue Stärke schon spüren können.

Meditation

Rosmarin stärkt das Herz-Chakra. Verwende Rosmarin als Räuchermittel und konzentriere dich auf die Stelle zwischen deinen beiden Schulterblättern. Stell dir vor, dass dort ein sich drehendes Rad sitzt und beobachte seine Form, seine Farbe, seine Geschwindigkeit. Stell dir nun vor wie dieses Rad sich etwas schneller dreht, ganz gleichmäßig in einer schwungvollen, energiegelandenen Bewegung. Die Farbe wird heller und beginnt zu leuchten wie ein kleines Licht. Das Licht wird größer und nimmt die Form einer rotierenden Sonne an. Durch die Drehung wird die Energie und Wärme von diesem Punkt in den ganzen Körper abgestrahlt und bis in den letzten Winkel deines Körpers geschleust. Atme mehrmals tief aus und lasse dabei das was schwer auf dir lastet bewußt los. Stell dir vor wie die Schwere aus dir heraus strömt und im Boden versickert. Wie bei jeder Meditation empfehle ich dir, diese Übung über einen längeren Zeitraum zu versuchen und darüber zu schreiben, was du gefühlt, gedacht und empfunden hast.

Ich wünsche dir das Maß an Stärke, dass dir ermöglicht dein Leben nach deinen Wünschen zu gestalten.

Deine Bewohnerin der Wälder
Mariamne